Clean- Schicht: Pflegeleicht-Schicht
Viele Brillenträger behaupten, dass Brillengläser mit Entspiegelung mehr verschmutzen als nicht entspiegelte Gläser. Das ist falsch, denn die Schmutzeinwirkung ist bei beiden Gläsern gleich. Allerdings werden Verunreinigungnen (Fingerabdrücke, Wasserflecken) auf entspiegelten Gläsern schneller wahrgenommen, weil sie die Reflexionseigenschaften der Entspiegelung beeinträchtigen.
Daher wurde eine wasserabweisende Schicht für entspiegelte Gläser entwickelt. Diese hauchdünne Versiegelung glättet die Oberfläche und wirkt abweisend gegen Wasser, Schmutz und Fett.
Die Brillengläser lassen sich bequem und einfach reinigen.
Hartschicht: Hartschichtversiegelung
Kunststoffgläser sind aufgrund ihres geringen Gewichtes leicht und daher empfehlenswert. Allerdings ist das Material an der Oberfläche relativ weich und kann somit schnell verkratzen. Um die Widerstandskraft der Gläser zu erhöhen, kann man sie mit einer Hartschicht versiegeln. Das macht die Oberfläche kratzfest und erhöht die Lebensdauer der Gläser.
Entspiegelung: Das Blenden wird stark verringert.
Es gibt unterschiedliche Entspiegelungen bis hin zur fast vollständigen Reflexbeseitigung. Je höherwertiger die Schicht, umso besser die Reflexverminderung und um so klarer und schöner die Augen. Wegen der besonderen Lichtdurchlässigkeit sind Super-Entspiegelungen besonders in der Dämmerung und nachts zu empfehlen. (Da die störenden Reflexe auf Vorder- und Rückseite entstehen, ist es wichtig, daß ein Brillenglas von beiden Seiten entspiegelt ist.)
Gleitsichtgläser: Die Mehrstärkenbrille
Irgendwann ist es soweit: Die Arme sind zu kurz, die Zeitung zu klein gedruckt, das Leselicht scheint zu schwach. Kurz: Die Alterssichtigkeit macht sich bemerkbar. Diese zunehmende Fehlsichtigkeit ab etwa 40 Jahren ist medizinisch nicht bedenklich, sondern ganz natürlich.
Beinahe jedes Auge braucht im Alter zum scharfen Sehen im
Nahbereich Unterstützung. Nichtsdestoweniger ist die ständige
Begleitung durch eine Lesebrille manchmal lästig. Ist man ohnehin schon auf eine Brille angewiesen, muss man überdies ständig zwischen Lese- und Standardbrille wechseln. Die Lösung der Brillenindustrie: Gleitsichtgläser. Sie vereinen mehrere Korrekturzonen für den Nah-, Mittel- und Fernbereich in einer Brille.
Gläserpflege: Hinweise für klaren Durchblick
Vorab eine Warnung: Papiertaschentücher sind zur Reinigung von Brillengläsern absolut ungeeignet! Sie bestehen aus Zellstoff,
beigemischt sind aber auch mineralische Füllstoffe. Beim Putzen
nehmen die Taschentücher zusätzlichen Schmutz, Staub oder Sand von den Brillengläsern auf und verteilen ihn anschließend auf der gesamten Glasoberfläche. Dabei wirken sie wie ein Schleifpapier und machen selbst die härtesten Oberflächen mit Mikrokratzern „blind“. Besser geeignet für die schnelle Pflege zwischendurch sind spezielle Brillenputztücher oder Mikrofasertücher. Für die regelmäßige Reinigung empfehlen sich Brillenpflegemittel und -sprays aus dem Optikfachgeschäft. Diese Mittelchen säubern Kunststoff- und Mineralgläser schonend und gründlich, überdies wirken sie antistatisch.
Staub und Schmutz haften dadurch nicht so leicht am Glas, es
bleibt länger sauber. Eine günstige Alternative zu Pflegesprays sind Wasser, Spülmittel und ein frisches Geschirrhandtuch.
Lupenbrillen: Ideal Lupe
Binokulare vergrößernde Sehhilfen, die das Bild auf der Netzhaut
vergrössern. Einsatz ab einer Addition größer als 4,00 dpt -
Mineralisches Bifokalglas, bei dem 1,5fache bis 4,0fache Vergrößerungen möglich sind. Um bei Additionen über 4,00 dpt. binokulares Nahsehen zu erzielen, können Idealgläser mit konvergenzunterstützenden Prismen nur im Nahteil gefertigt werden.
Mittendicken: Reduzierung nach Formskizze
Bei Fertigung nach Formskizze lassen sich für Plusgläser die optimalen Durchmesser, Dicken und Gewichte berechnen. Formskizzenfertigung kann auch angewendet werden, wenn Bedingungen wie Mindestranddicken für Nylor, Randdicken für Bohrbrillen oder Rand- und Mittendickenangleichung berücksichtigt werden sollen.
Phototrope Gläser: Phototrope Brillengläser
Phototrope Brillengläser verändern unter der Einwirkung von
elektromagnetischer Strahlung (UV-Strahlung, vorwiegend
UV-A Strahlung) ihre Lichtdurchlässigkeit. Bei nachlassender Strahlung hebt sich der Effekt wieder auf, die Gläser werden wieder hell.
Starbrille: bei Staroperationen
Die Gläser müssen die brechende Wirkung der Augenlinse ersetzen, die nach einer Staroperation (Grauer Star) entnommen werden mußte. Heute werden bei Staroperationen nach der Entfernung der getrübten Linse hauptsächlich künstliche Augenlinsen eingesetzt. Bei Kleinkindern ist dies nicht möglich. Für sie gibt es bestimmte Kinderbrillengläser, die durch ein besonderes Design sehr schlank ausfallen.